Rechte Treffpunkte und Objekte in Dresden

Ein Text von dem Antifa Recherche Team Dresden

Neonazi Treffobjekte Sachsen 2016

Der LINKEN-Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz beantwortete die sächsische Staatsregierung im Februar eine kleine Anfrage zu sogenannten »Treffobjekten der extremen Rechten« in Sachsen. Gemäß Erkenntnissen des Innenministeriums und nachgeordneter Behörden gab es im Jahr 2016 einen Zuwachs solcher Objekte um ca. 60 Prozent. Zehn der in der Antwort aufgelisteten Objekte liegen in Dresden, allein im Jahr 2016 sollen sieben dieser zehn Treffpunkte neu etabliert worden seien. Im Folgenden geben wir einen Überblick über einige Räume, die derzeit in Dresden von Rechten genutzt werden.

Unter diesen sind einige neue Treffpunkte, andere sind im Grunde schon länger bekannt, haben jetzt aber eine neue Adresse. Die hohe Zahl an Objekten macht deutlich: der rechten Szene gelingt es im Zuge der rassistischen Mobilisierungen der vergangenen beiden Jahre ihre Strukturen weiter auszubauen und zu stabilisieren. Die Objekte erfüllen oft wichtige logistische Funktionen oder spülen Geld in die Kassen der Naziszene und stärken so deren Aktionsfähigkeit – Grund genug diese wieder stärker ins Blickfeld antifaschistischer Interventionen zu rücken.

Mehr unter: ART Dresden oder @naziwatchdd

Ein Prozent: Lingnerallee 3, Raum 2128

Beschreibung:

Büroraum von Ein Prozent und Jungeuropaverlag seit Januar 2017.

Rot markiert: Das Büro von Ein Prozent und dem Jungeuropaverlag im Bürohaus Lignerallee 3

Seit Januar 2017 unterhält der Ein Prozent e.V. ein Büro in Dresden im ehemaligen Robotronareal. Es liegt in der 1. Etage im 2. Bauabschnitt des Gebäudes, trägt die Nummer 2128 und fällt unter den zahlreichen anderen Büroräumen kaum auf. Am 10. Februar 2017 wurde es mit einer kleinen Feierlichkeit eröffnet. Ein Prozent ist eine rechte Initiative, die gegen eine vermeintliche »Flüchtlingsinvasion« und »Islamisierung Deutschlands« mobil macht. Hinter dem Trägerverein stehen unter anderem Götz Kubitschek und Jürgen Elsässer, die Leitung hat Philip Stein inne. Martin Bader, Aktivist der Dresdner Identitären, betreut ausgehend vom Büro den Webauftritt von Ein Prozent. Unterstützt wird er dabei von Julian Monaco, der über Jahre im Bundesvorstand der Jungen Nationaldemokraten, der NPD-Jugendorganisation, aktiv war. (mehr…)

Objekt in der Niedersedlitzer Straße 56

Beschreibung:

In der Niedersedlitzer Straße 56, ein angemietetes Objekt der Freien Kräfte Dresden, fand in den letzten Jahren regelmäßig der sogenannte Jugendstammtisch und andere Veranstaltungen der Dresdner „Freien Kräfte“ statt.

Da Objekt der \"Freien Kräfte\" in der Niedersedlitzer Stra�e 56 (Screenshot: Google)
Das Objekt der „Freien Kräfte“

Bedeutung:

Laut dem ART Dresden ist es fraglich, ob die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) auch hier bestehende Strukturen der Freien Kräfte übernommen hat und den Raum in der Niedersedlitzer Straße 56 nutzen wird. Es wird sich auch zeigen, ob der Vermieter der Räumlichkeiten auch zukünftig noch Nazis beherbergen möchte.

Geschichte: (mehr…)

„Deutsche Stimme Verlags GmbH“ in Riesa

Verlag der \"Deutschen Stmme\" in Riesa

Beschreibung:

Die „Deutsche Stimme“ (DS) ist das Presseorgan der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Diese Zeitung wird vom NPD-Bundesvorstand herausgegeben und erscheint monatlich mit ca. 25.000 Auflagen.

Bedeutung: (mehr…)

Laubegaster Wache, früher Waffenstötzer

Laubegaster Wache, Waffenstötzer, �sterreicher Stra�e 42 Dresden

Beschreibung:

Verkauf von Tierpräparaten, Uniformen, Waffen, etc. und Betreiben einen Online-shops.

Geschichte: (mehr…)



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