„Haus Montag“ Pirna „nationales Zentrum“

â��Haus Montagâ�� Kreisgesch�¤ftsstelle der NPD \\\"nationale Zentrum\\\" Hauptstra��e 26 01796 Pirna-Copitz

Beschreibung:

Das „Haus Montag“ ist ein Projekt vom NPD-Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und besteht seit dem 11. Oktober 2013. Diese Geschäftsstelle in Pirna ist gleichzeitig auch das örtliche Bürgerbüro des NPD-Landtagsabgeordnete Dr. Johannes Müller. Dieses Neonazi-Projekt soll organisatorisch hinter der überregionalen Kampagne “Nein zum Heim” stehen. Es stellte auch die Infrastruktur bei den Fremdenfeindliche Ausschreitungen in Heidenau im August 2015.

Bedeutung:

Mit der Namensgebung und dem Internetauftritt des Hauses wird der Eindruck eines Projektes erweckt, das parallel zur NPD agiert und an die Idee des Casa Pound Italia (CPI) angelehnt ist. Dass nun gerade Neonazis in der Sächsischen Schweiz versuchen, sich CPI auf die Fahnen zu schreiben, ist angesichts des regen Austauschs mit italienischen Faschisten nicht verwunderlich. So besuchten Vertreter der „sächsischen Jungen Nationaldemokraten“ mehrfach das Vorbild in Rom. Der Pirnaer NPD-Stadtrat Olaf Rose referierte im Mai 2013 in Florenz im Rahmen einer CPI-Tagung zur Bombardierung Dresdens.
Die gewollte Verknüpfung zum CPI der italienischen Faschisten bleibt jedoch bruchstückhaft. Im Gegensatz zum CPI steht das Projekt in Pirna. Die Region besitzt bekanntermaßen einen geringen Anteil an Migrant_innen. Die Immobilie wurde gekauft, nicht besetzt, und ordnungsgemäß mit Bauanträgen bei der Stadt Pirna ausgebaut. Für Konzerte ist das kleine Gebäude nicht geeignet. Außerdem stehen hinter dem Objekt keine »neuen freien Aktivist_innen«, sondern alte Kader der etablierten NPD-Strukturen.
Lediglich im Auftreten versucht das Projekt, den italienischen Vorbildern gerecht zu werden. Mit dem Slogan »Mehr Faschismus« wirbt die NPD auf einem Werbeplakat für ihr neues Bürgerbüro. Der NPD-Stadtrat Olaf Rose sowie der JN-Bundesgeschäftsführer Julian Monaco (Dresden) posierten in der Süddeutschen Zeitung im »Haus Montag« vor einem Casa Pound-Plakat. Auf der Facebook-Seite des »Haus Montag« findet sich ein Mix aus argentinischen KameradInnen, syrischer Freiheitsromantik und deutschen Gewaltphantasien. Antiamerikanismus und positive Bezugnahme auf das syrische Regime im Rahmen der Kampagne der europäischen radikalen Rechten »European Solidarity Front for Syria« runden das inhaltliche Potpourri ab. Darüber hinaus werden Zukunftsphantasien bemüht. Dazu dient vor allem der Roman »Fahrenheit 451«, dessen Hauptfigur Guy Montag offiziell als Namensgeber des Hauses herhalten muss. Allerdings lässt die Namensgebung auch eine weitere Deutung zu: den Rückbezug auf das italienische Vorbild. So war das »Casa Montag« das erste besetzte Haus der römischen Faschisten, bevor sie das »Casa Pound« besetzten.

Die Betreiber des Hauses bieten ein breites Spektrum der lokalen und überregionalen Neonaziszene:
Das „Haus Montag“ in Pirna – Wie neonazistische Immobilien wirken

Thomas Sattelberg

Thomas Sattelberg (Ex-Skinhead und NPD-Schläger)

In erster Linie steht der neue NPD-Kreisvorsitzende Thomas Sattelberg hinter dem Projekt. Sein Weg führte ihn von der Jugendorganisation der DSU über die „Wiking-Jugend“ zur Kameradschaft »Skinheads Sächsische Schweiz« (SSS), deren Kopf er war. Außerdem war er Sänger der Rechtsrockband »14 Nothelfer«. 2001 wurde die SSS verboten und wenig später standen die Mitglieder wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Dresdner Landgericht. Thomas Sattelberg wurde 2003 als Rädelsführer zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Wegen Fortführung der verbotenen Organisation verurteilte ihn das Gericht 2006 zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe.

Markus Großmann

 Aktivist des NPD-Hauses ist Markus Gro��mann

Ein weiterer Aktivist des NPD-Hauses ist Markus Großmann. Er gehörte lange zu den Führungsköpfen Hallenser Neonazis und wird dem Umfeld des »Selbstschutz Sachsen-Anhalt« (SS-SA) zugerechnet. Heute lebt Großmann bei Pirna und verdient sein Geld unter anderem im Eventbereich »Mittelalter«. Dazu hatte er bis zum vergangengen Jahr einen Internethandel zum Verkauf von Utensilien wie Schwertern oder Lederbeuteln betrieben. Desweiteren bietet er mit der Mittelaltertruppe »manus ad ferrum«, der weitere NPD-Mitglieder aus der Sächsischen Schweiz angehören, seine Dienste an. Die Gruppe tritt nicht nur auf Mittelalterfesten auf, sondern organisiert diese auch gleich selbst.

Eirik Ragnar Solheim

Eirik Ragner Solheim (einschlägig vorbestrafter Nazi, lebt in Norwegen)

Inhaber des Hauses ist Eirik Ragnar Solheim. Angesichts der seit langem bestehenden Verbindungen bzw. Überschneidungen der lokalen NPD zu rechten Gewalttätern verwundert es auch nicht, dass sich diese das Objekt von einem militanten Rechten aus Norwegen zur Verfügung stellen lässt. Eirik Ragnar Solheim war in den 1990er Jahren Anführer der militanten Neonaziorganisation »Viking« in Oslo und wurde bereits wegen Bedrohung mit Waffen verurteilt. Er wohnt in der Nähe von Oslo und versucht sich dort als Aussteiger zu präsentieren.

Inhaber:

Eirik Ragner Solheim (einschlägig vorbestrafter Nazi, lebt in Norwegen)

Betreiber:

NPD

Adresse:

Hauptstraße 26
01796 Pirna-Copitz

Tel.: +49 172 3571140


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